Sardinien: Highlights des Nord-Osten in 10 Tagen

Featured

Auf der heutigen Reise begeben wir uns nach Sardinien – Perle des Mittelmeeres, unser Reisemonat: September. Nebensaison, billiger, weniger Leute. Wer schon einmal in Sardinien war, kennt die türkis-blauen Strände, die an die Karibik erinnern. Sardinien ist, nach Sizilien, die zweitgrößte Insel des Mittelmeeres. Um alle Highlights zu sehen, braucht man ein paar Wochen. In der heutigen Reise sind wir im Nord-Osten des Landes und starten unsere Rundreise in Alghero.

Tag 1: Wir landen in Alghero, fliegen mit RyanAir von Wien über Bratislava um Kosten zu sparen. Beim Spaziergang in der Altstadt spüren wir das spanische Flair, teilweise gibt es auch spanische, katalanische Küche. Dieser Teil Sardiniens war einige Jahrhunderte von Spanien besetzt. Unserer Meinung nach, hat man an einem Nachmittag alles gesehen, der Strand lädt auch nicht zum Baden ein, und es geht weiter mit dem Mietauto Richtung Osten.

Tag 2: Wir fahren via Olbia nach Cala Liberotto nahe Golfo di Orosei, mit einem kurzem Abstecher zum Baden nach San Teodoro… das Meer ist wunderschön türkis-blau, man sieht auch an einer Stelle Kitesurfer und wunderschöne, lange weiße Strände, im Hintergrund beginnt sich das Gebirge zu wölben. Zum Abendessen sind wir in der Altstadt von Orosei, Centro Storico, in einem wirklich kleinen aber süßen Lokal La Taverna. Wirklich gute sardische Küche und sehr nette Bedienung, absolute Empfehlung! Wir bleiben nun einige Tage in der Pension Fuile E Mare in Cala Liberotto und machen Tagesausflüge um die Gegend zu erkunden. Die Pension ist etwas versteckt und hat nicht den Luxus eines 4 Sterne Hotels, auch ist unser Zimmer etwas hellhörig und etwas düster, jedoch preiswert. Im Endeffekt besticht es mit seinem authentischen, italienischen Flair, der sehr gastfreundlichen Inhaberin und das freundliche Personal sowie dem schönen Meerblick von der Terrasse bei wirklich sehr gutem Frühstück.

DSCF0827

Tag 3: Diesen Tag starten wir in Olbia (ca. 100 km von unserer Pension) und besichtigen Olbia Altstadt, die sehr schön und gemütlich ist und zu einer Weinverkostung in einer der Vinotheken einlädt. Danach machen wir einen kurzen Abstecher zum Baden nach Pittolungu, und finden dort ein wunderschönes Meer vor, eine perfekt relaxte Atmosphäre. Bei Pittolungu direkt benötigt man wie auch bei Cala Liberotto ein Auto und Pittolungu hat etwas Fluglärm, da dort die Flugschneise des Flughafens von Olbia ist. Abends geht es wieder in unser Lieblingslokal La Taverna, und diesmal bestellen wir Riesengarnelen! Yam!

Tag 4: Heute fahren wir nach Cala Gonone für unsere Bootstour im Golfo di Orosei – ein absolutes Must für alle die den Osten von Sardinien bereisen. Cala Luna mit den Höhlen ist unser absolutes Tages-Highlight! Die meisten Strände im Golf, im Halbmond, sind nur via Boot zu erreichen oder manchmal nur über stundenlangen Fußweg. Da ist es per Boot wesentlich angenehmer und hat somit seinen Reiz. 😉

 

Tag 5: Relaxen am Strand. Wir machen einen Ausflug nach Budoni bei S. Teodoro – es ist wunderschön! Das Panorama: die langen, weißen und von Pinienbäumen gesäumten Strände, das wundervolle Meer… alles was das Herz begehrt!

DSCF0840

Wundershöne Vegetation … Pinienbäume, weiße Strände und türkisfarbenes Meer … Paradise!

DSCF0883

DSCF0864 DSCF0860

Tag 6: Heute fahren wir weiter an die berühmte Costa Smeralda/Baja Sardinia. Baden am Strand von Spiaggia Liscia Ruja, über eine wilde Straße erreichbar, Strada desaster! Baja Sardinia ist sehr schön, tolle Promenade und gutes (wenn auch teures) Essen. Frischer Fisch mit gegrilltem Gemüse…wunderbar. Das ganz dünne Brot ist in Sardinien eine Spezialität, Pane curacau, schmeckt gut und erhält man bei jedem Gedeck, italienisch „coperto“. Die Costa Smeralda ist bekannt für ihre grün, schimmernden Strände, denn Smeralda heißt nichts anderes als Smaragd. Man sieht schon, dass es eine reiche Gegend ist, viele Villen und Yachten, Segelboote in der Umgebung. Die Gallura (so heißt der nördliche Teil) ist auch die Herkunft eines Großteiles der Korkproduktion für Italien. Wobei die Korkproduktion eine Beraubung der Natur ist, da der Kork angeblich 9 Jahre braucht um nachzuwachsen. Dennoch, der Wein ist ganz gut, wir probieren den roten Cannonau und den weißen Vermentino. Auch probieren wir Lamm, eine Spezialität, denn es gibt unglaublich viele Schafe in Sardinien. Der Pecorino Käse wird übrigens auch aus Schafsmilch gemacht. Viel Interessantes zu sehen, schmecken und erleben. 😉 Wir sind nun in unser neues Hotel eingecheckt, Hotel Club Li Graniti, das auf einem Hügel gelegen ist von dem aus man das Meer sehen kann. Es gibt einen kleinen Garten mit Garnitur und im 2.Stock eine Terrasse mit Bar/Restaurant. Hier werden wir die nächsten 3 Nächte verbringen.

DSCF0997DSCF0984 DSCF0966

DSCF0977

Day 7: Die berühmte Spiaggia del principe, ist laut allen Reiseführern „der Strand“. Eine kleine Bucht, malerisch schön. Wir relaxen heute und genießen die Costa Smeralda. Am Abend probieren wir wieder eine sardische Spezialität: Zuppa gallurese. Bei der „zuppa“ handelt es sich um keine richtige Suppe, es ist eher eine Mischung aus Lasagne und (österreichischen) Kaspressknödeln. Deftig! Generell ist die sardische Küche eher deftig und konzentriert sich mehr auf Fleisch als Fisch – eher untypisch für Italien, so denken wir. Übrigens wer glaubt, die nachfolgenden Fotos sind bearbeitet – der irrt! Ja es sieht wirklich so aus, unglaublich, oder?

DSCF1037 DSCF1035 DSCF1025

Unser 8. Tag: Heute ist es etwas bewölkt am Morgen, mal sehen was wir machen an unserem letzten Tag an der Smaragdküste. Wir entschließen uns das Archipellagio della Madallena anzusehen, dass per Autofähre erreichbar ist (hin-retour ca. 50 Euro, gesalzen aber sehenswert). Sehr hübsche Stadt – La Madallena – Naturschutzgebiet bestehend aus mehreren Inseln, wovon Madallena die grösste ist. Zweitgrößte Insel ist Caprera, das frühere Domizil von italiens Nationalheld Giuseppe Garibaldi. Dort steht auch sein Haus, wo er gelebt und gestorben ist. Garibaldi war federführend beim Risorgimento, der italienischen Wiedervereinigungsbewegung. Caprera ist von Madallena via Brücke erreichbar.  Am späten Nachmittag fahren wir zurück, und lassen den Abend in Baja Sardinia ausklingen.

DSCF1056

Mit der Autofähre nach La Maddalena

Giorno 9. Es geht weiter Richtung Alghero, von wo wir gestartet sind. Doch bevor es losgeht, verbringen wir den Vormittag in Porto Cervo, das sich als Disneyland für Millionäre entpuppt mit vielen Shops und sündteuren Boutiquen. Prädikat: nicht sehenswert!

DSCF1138bearbeitet

Es geht weiter über Castelsardo nach Stintino, die letzte Station auf unserer Reise. Castelsardo ist, von weitem betrachtet, malerisch. Zum Bleiben jedoch lädt es nicht ein.

Angekommen in Stintino, entpuppt sich unser Hotel Al Saraceno als Highlight, und weil es bereits so schön ist, bekommen wir ein kostenloses Upgrade auf Seaview-Zimmer, yay!

Unseren letzten Tag in Stintino, verbringen wir am Strand. Und dieser ist sensationell schön. Leider sehr überlaufen, ist es zum Baden wenig einladend, doch jedenfalls muss man diese Aussicht gesehen haben. Das Städtchen Stintino ist total reizend, verschlafen und wunderbar um am Abend in einer Pizzeria oder Ristorante auf den gelungenen Urlaub anzustoßen. Wundervoll!

 

Wir sind bereits über 1.000 km gefahren und haben wirklich sehr viele verschiedene Eindrücke gewonnen und in 4 verschiedenen Hotels übernachtet. Vielleicht ist es etwas weniger erholsam öfters den Ort zu wechseln, aber unserer Meinung nach doch um einiges spannender als durchgehend in einem Hotel zu sein an einem Ort.

Am nächsten Tag geht es zurück nach Alghero, das ca. 1 Stunde von Stintino entfernt ist, und dann zurück nach Hause. Für den nächsten Sardinien-Trip werden wir uns den Süd-Osten vornehmen.

Ciao Sardegna – bis zum nächsten Mal!

EMAIL
Facebook
Facebook
Google+
http://margute.com/2015/12/03/travel-diary-sardinien-highlights-des-nord-ostens-in-10-tagen/
Twitter
SHARE
Pinterest
LinkedIn
Instagram
6 Responses
  • Alissia
    Februar 6, 2016

    Schöner Bericht über Sardinien. 😀 Schade dass ihr nicht mehr Zeit in Alghero verbracht habt. Es gibt viele weitere wunderschöne Strände dort in der Gegend. 😊 LG. Alissia

    • margute
      Februar 6, 2016

      Da hast du recht…. und in den Süden zu Villiasimius würden wir auch sehr gerne. ☺ LG

      • Alissia
        Februar 6, 2016

        Der Norden ist schöner 😉 Aber trotzdem das soll jeder selbst sehen 😊 Viel Spaß auf der nächsten Reise 👍😀

        • margute
          Februar 6, 2016

          Okay gut zu wissen. Dann sollten wir das im Hinterkopf behalten. 😊

What do you think?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

scriptsell.neteDataStyle - Best Wordpress Services