Malaysien Highlights: Jonker’s Friday Night Market Melaka

Letztes Jahr um diese Zeit war ich solo unterwegs in Malaysien. Melaka oder Malacca ist sehr populär für jene die von Singapur aus ein Wochenende in Malaysien verbringen wollen um günstig einzukaufen und den berühmten Jonker’s Friday Night Market zu besuchen, der mittlerweile auch Samstags geöffnet hat. Meine Reise startete in Singapur, wo ich nach meiner 2-monatigen Reise durch Australien und Neuseeland für einige Tage in Asien halt machte, bevor es nach Hause ging. Ende März war es wirklich humid und heiß, vor allem nach dem neuseeländischen Klima, eine große Umstellung für mich.

Per Linienbus von Singapur nach Melaka

Linienbusse fahren mehrmals täglich von Singapur nach Melaka. Ich lies meinen großen Backpack im Hotel in Singapur, da ich jedenfalls zurückkehren musste, um später meinen Rückflug nach Wien zu bekommen. Nach zwei Monaten Backpacking war es wirklich klasse leicht zu reisen, nur mit ein paar Sachen im Tagesrucksack wie ein paar leichte Baumwollshirts, Shorts, Pass, Geldbörse und Fotokamera. Die Busreise dauerte nur einige Stunden, nachdem man alle Grenzkontrollen passierte hatte. Im Bus selbst waren außer mir noch ein paar weitere Backpacker, ansonsten nur Locals. Das machte es wirklich interessant, aufregend und irgendwie authentischer. Als würde ich dort leben und mal kurz von Singapur nach Melaka huschen um ein paar Besorgungen zu erledigen …

Angekommen in Melaka traf es mich wie ein Schlag. 35 Grad im Schatten. Durch das feucht-heiße Klima,war es wirklich schwül gewesen und ich hatte mich auch in der kurzen Zeit noch nicht akklimatisieren können.

Mittags auf der Jonker’s Street

Auf dem Weg vom Busbahnhof ins Hotel, konnte ich einen ersten Blick auf die Häuser und Straßen wagen, eine wirklich schöne Kulisse und aufgrund der Geschichte auch untypisch für diese Region, zumindest was die Innenstadt betrifft. Nach dem Checkin im Hotel, mache ich mich auf um etwas zu Mittag zu essen. Die Jonker’s Street, wo etwas später der Friday Night Market eröffnen würde, bietet auch untertags einige Lokale. Nach kurzem Spaziergang und der drückenden Hitze, entschied ich mich für ein „authentisches Lokal“ auf der Jonkers. Authentisch weil ich dort, außer mir, keinen anderen Europäer gesehen hatte.

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Auf dem Weg ins Hotel – Melaka Altstadt (UNESCO Weltkulturerbe)

Laksa: Yummie!

Auf der Menütafel, das mag ich sehr in Asien die große Auswahl mit den bebilderten Menükarten, entschied ich mich für ein Gericht mit dem Namen Laksa. Es war eine Art Suppe, wobei ich nicht genau definieren konnte, was dort alles drinnen war. Jedenfalls sehr scharf, aber wirklich gut. Auch war ich verwundert, wie sehr ich mich in Punkto Essen in den letzten Jahren weiterentwickelt hatte. Denn diese Suppe mit dem undefinierbaren Inhalt in einem Lokal mit lauter Asiaten, alleine, das hätte ich mich früher ganz bestimmt nicht getraut. Es klingt jetzt blöd, dass zu sagen, doch das ist nun mal die Wahrheit.

Crashkurs wie man richtig Laksa isst

Im Lokal alleine am Tisch sitzend, gesellten sich zwei junge Männer aus Kuala Lumpur zu mir, die in Melaka mit ihrer Firma auf Betriebsausflug waren. Nachdem ich offenbar etwas überfordert aussah, weil ich die Flüssigkeit und die Nudeln irgendwie weder auf das Stäbchen noch auf den Löffel brachte, bzw. nicht genau wusste wie es ging, gaben sie mir einen kleinen Crashkurs. Man isst Laksa und ähnliche Gerichte nämlich mit Stäbchen und Löffel, in dem man die Nudeln und Gemüse, Fleisch etc. mit den Stäbchen auf den Löffel platziert und dann von dem Löffel isst. Die Suppe kann man dann mit dem Löffel essen. Vor zwei Jahren, als wir vor einiger Zeit in Thailand waren, hatten wir mit Stahlgabel und Löffel gegessen. Das ist interessant, wie sehr sich die asiatischen Länder auch in Ihrer Essenskultur unterscheiden. Das ist das Schöne am Reisen, man lernt so viel Neues! 😉

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Ein kleiner Rundgang nach dem Mittagessen durch die Altstadt von Melaka

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Beinahe jedes Haus sieht anders aus, eine perfekte Fotokulisse, wie ich gefunden hatte

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Chinesisches Haus

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Ich liebe diese Drachenstatuen

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Diese hübschen Lampignons 😉

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Altstadt von Melaka, UNESCO Weltkulturerbe

Jonker’s Friday Night Market in Melaka

Am Abend hatte es gott-sei-dank abgekühlt, aber so ist es in Asien. Untertags liegt man wie ein Maikäfer im Schatten (oder im Hotelzimmer) und am Abend fliegt man aus und dann beginnt das richtige Leben auf den Straßen.

Jonker’s Night Market ist wirklich eine Reise wert, wenn sich dieser auch eher als Flohmarkt herausgestellt hatte. Ich würde sogar soweit gehen und sagen die „verkaufen nur Schrott“ dort. Dennoch, es ist so ein buntes Treiben dort, an jedem Stand etwas anderes, an einer Ecke Karaoke, die  bunten, schön kitschigen Lichter überall und, mein Gott, diese wunderbaren Foodstände. Ich hatte an dem Abend so einige Foodcorners abgeklappert, aber mein Highlight war der riesige Topf Muscheln. Alles was das Foodie Herz begehrt.

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Jonker’s Friday Night Market

In einer Ecke war eine riesige Bühne aufgebaut für die asiatische „Open-Air Karaoke“. Ein Klischee, das keines ist. Wirklich unterhaltsam. Die Leute gingen einfach auf die Bühne, ob sie singen konnten oder nicht. Bewundernswert. Tatsächlich, die lieben ihre Karaoke.

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Kampung Kling Mosque – Malacca old town

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San Shu Gong Restaurant – Jonker’s Street

The Baboon House Café – mein Chillout Highlight

Am nächsten Tag ein weiteres Highlight, das ich zufällig entdeckt hatte. The Baboon House Café. Eigentlich bekannt wegen seiner ausgezeichneten Hamburger, die tatsächlich klasse sind, muss man dieses Kaffée erlebt haben wenn man in Melaka war. Das Gebäude, mit den tropischen Pflanzen, die Musik und gechillte Stimmung ist meiner Meinung nach unvergleichlich zu vielem was ich vorher gesehen hatte. Ich probierte einen Melaka Kafée, der wirklich fantastisch war. Leider war es verboten Fotos von innen zu machen, daher kann ich nur das Foto von außen posten. Jedenfalls war es so hervorragend, dass ich am Sonntag vor meiner Rückfahrt nach Singapur, nochmals dort war.

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Melaka Kaffée im Baboon House – mein absolutes Chillout-Highlight

Baba Nyonya House & Heritage Museum

Am zweiten Tag bevor ich nach Hause fuhr, wollte ich noch etwas Kultur schnuppern. Das Baba Nyonya House & Heritage Museum ist eines der Top-Sehenswürdigkeiten in Melaka. Leider waren auch hier keine Fotos erlaubt. Es ist ein chinesisch-malaysisches (baba-nyonya) Herrenhaus, heute ein Museum. Man sieht dort, wie die wohlhabende Familie über mehrere Generationen gewohnt hat … alte wundervolle Möbel, Kleider, prächtige gewebte chinesische Wandteppiche und einiges mehr. Bei der einstündigen Führung erfährt man auch sehr viel über die damalige Zeit um 1900. Wirklich toll!

Leider, hatte mich das tropische Klima tatsächlich fest im Griff. Bei der Führung wurde mir etwas schwindelig, weil ich wohl zu wenig getrunken hatte. Die Dame vom Museum war so nett, dass ich mich sogar auf die alten Möbel während der Führung setzen durfte, die prinzipiell nicht berührt werden dürfen. Viel Wasser und ein paar von den Tonic Drinks, die mir empfohlen wurden, und es ging mir nach ein paar Stunden wieder besser.

Neue Freundschaften auf der Abenteuerfahrt nach Singapur

Am Nachmittag machte ich mich auf den Weg zurück nach Singapur, das sich jedoch als kleines Abenteuer erwies. Bustickets waren aus, so hieß es zumindest als ich am Busbahnhof ankam und mit ach und krach konnte ich noch ein Ticket für einen viel späteren Bus bekommen. Nach einer langen Busfahrt und auch einer sehr langen Grenzkontrolle kam ich erst um Mitternacht in Singapur an.

Dafür lernte ich ein Paar aus Hong Kong kennen, das ebenfalls auf dem Weg nach Singapur von einer Hochzeit in Melaka war. Nach all‘ dem Stress, denn wir wussten bis zuletzt nicht ob wir nicht noch eine Nacht in Melaka bleiben mussten, waren wir dann in Singapur noch gemeinsam Abendessen gewesen. Das ist das wunderbare am Reisen. Auch wenn etwas schief geht, ergibt sich immer wieder auch etwas Positives. In diesem Fall, hatte ich neue Freundschaften geschlossen und interessante Menschen kennengelernt. Reisen ist eben eines der schönsten Dinge auf der Welt. 😉

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Am Vortag in der Innenstadt unterwegs: Stadthuys Melaka, Red Square

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Christ Church Melaka – ein Relikt aus der niederländischen Kolonialzeit

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