Minimalismus leben und toxische Beziehungen loslassen

Minimalismus bedeutet Reduktion. Reduktion von allem, was einen belastet und mehr Energie abverlangt als es gibt. Das gilt für materielle Dinge als auch für Menschen gleichermaßen. Jeder von uns hat sie in seinem Bekannten-, Freundes- und Familienkreis. Jeder ist mal genervt von dem oder der, doch was muss passieren um sich letztendlich zu befreien?

Enttäuschung. Wenn man von einem Mitglied der engsten Familie über Jahre enttäuscht wurde, dann ist es dennoch schwer den Schlussstrich zu ziehen. Doch wenn der Schmerz zu groß wird, sogar den Alltag übertönt und Einen ganz für sich einnimmt, dann wird es Zeit lebe wohl zu sagen und diesen Menschen endlich loszulassen.

Das was man liebt, muss man loslassen können.

Ich habe losgelassen, den Kontakt abgebrochen, meine Kindheitstage an denen sich Erwachsene nicht wie Erwachsene benommen haben, nochmal bewusst durchlebt und die Situation, soweit es ging, angenommen. Ich wollte mich lange Zeit nicht verabschieden, doch irgendwann war es ganz klar an der Zeit gewesen, die Hoffnung (die bekanntlich zuletzt stirbt) aufzugeben, dass sich diese Beziehung irgendwann normalisiert. Klar, es ist schwer. Keiner hat gesagt, dass es leicht ist. Für mich waren es die emotional schwersten Jahre meines bisherigen Lebens und die härteste Zeit, die ich je erlebt hatte.

Die ungeschminkte Wahrheit.

Minimalismus, die Reduktion von Dingen die uns von den wahren Problemen ablenken, lässt nicht zu, dass man sich hinter schönen Kleidern, tollem Makeup und klasse Schuhen versteckt. Schönheit kommt von innen, nicht von außen. Das ist mir spätestens nach dieser prägenden Erfahrung klar geworden.

Wer schön sein will, muss an sich arbeiten, äußerlich und vor allem innerlich. Denn auch die Panda Handtasche und die Gecco Schuhe, lenken nicht von einer unzufriedenen und unausgeglichenen Persönlichkeit ab. Minimalismus hilft dabei, seinen eigenen Weg zu finden. Minimalismus bringt Erkenntnis, wer die wichtigen Menschen in unserem Leben sind. Es bring die ungeschminkte Wahrheit.

Minimalismus ist Arbeit, harte Arbeit. An sich selbst und seinen Beziehungen. Minimalismus ist für mich ein Mittel zum Zweck geworden. Das Mittel zu einem glücklicheren und zufriedeneren Leben.

Zu sich selbst stehen und auf sein Herz hören.

Was ich Euch in diesem Beitrag mitgeben will? Jeder Mensch hat „toxische“ Beziehungen in seinem Umfeld, doch wenige trauen sich diese zu beenden. Ich hätte von mir selbst auch nie gedacht, dass es in meinem Leben soweit kommen würde, doch ich weiß auch, dass es die richtige Entscheidung für mich war.

Woher ich das weiß? Weil ich mich seither befreiter, glücklicher, unbeschwerter und „schöner“ fühle. Es war daher meine effektivste Schönheitskur, innerlich und dann auch äußerlich, weil man bekanntlich sein Inneres ausstrahlt.

Ich schließe es auch nicht aus, diesen Menschen irgendwann wieder in mein Leben zu lassen. Doch jetzt entscheide ich das für mich selbst ob und wann das sein wird. Das ist der Unterschied zwischen Kind- und Erwachsenendasein. Daher finde ich es wichtig Mut zu haben, zu sich zu stehen und auf sein Herz zu hören, auch wenn es immer schwer ist auf ein gebrochenes Herz zu hören. In diesem Sinne, wünsche ich Euch Mut und Erfolg auf Eurer ganz persönlichen Reise zu einem glücklicheren und „schöneren“ Ich.

Mehr zum Thema Minimalismus findet Ihr hier: Ein „shoppingfreies Jahr“: mein Erfahrungsbericht und 7 Schritte zu mehr Minimalismus im Alltag.

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