Welt bereisen trotz (Vollzeit)job

Kennt ihr auch diese Artikel über Aussteiger, Weltenbummler und digitale Nomaden, die mit Laptop bewaffnet die Welt bereisen, von überall arbeiten und kein fixes Zuhause mehr haben? Artikel von Mutigen, die aus dem „Hamsterrrad“ ausgebrochen sind und nun den ganzen Tag unter Palmen liegen? Schon beim Lesen wird mir oft mulmig zu mute, sicherlich weil das für mich selbst (derzeit *zwinker*) unerreichbar scheint und einfach Angst macht. Den Spagat zwischen „geregeltem“ Leben und Einkommen und dem Leben als „Weltenbummler“ zu schaffen ist schwer. Doch es ist nicht unmöglich! Wie das gehen soll? Ein wenig Inspiration in diesem Beitrag.

 „Irgendwann bin i dann dort“

Der Traum von Destinationen, die man „irgendwann“ und sicher „später mal“ bereisen würde. Das was am Ende nicht mitspielt, um es sofort in die Tat umzusetzen, sind entweder die Zeit oder das liebe Geld. Heute geht es darum, wie man die notwendige Zeit findet. Dieser Artikel richtet sich natürlich nicht an alle, sondern natürlich nur an jene, die es mit ihrer persönlichen (Familien)situation vereinbaren können.

Sabbatical oder „Auszeit“
Jetzt habe ich auch das „böse Wort“ verwendet, die „Auszeit“. Damit meine ich aber kein endgültiges Aussteigen, sondern nur auf Zeit. Alles muss sorgfältig geplant, durchgedacht und dann mit dem Arbeitgeber abgestimmt werden. Es gibt immer mehr Unternehmen, welche die Sinnhaftigkeit einer solchen Vereinbarung (für beide Seiten) erkannt haben und „Sabbatical“ Modelle anbieten.
Üblicherweise kennt man 6- oder 12-Monatige Sabbaticals. Jene, für die man schon Jahre zuvor beantragt und Geld bzw. Zeit einspart. Es gibt jedoch auch andere (kürzere) Varianten. Ich hatte zum Beispiel eine Variante mit 2 Monaten gewählt, hatte dann auch noch 2 Wochen regulären Urlaub angehängt, und bin anschließend in meinen alten Job zurückgekehrt. Natürlich ist man auf das Wohlwollen des eigenen Vorgesetzten angewiesen. Ich denke doch, dass man mit der richtigen Portion Selbstbewusstsein, so Einiges artikulieren und verhandeln kann.
Auch eine Möglichkeit ist es ein Sabbatical zu beantragen, wenn man ohnehin vorhat sich zu verändern. Es ist eine wunderbare Möglichkeit um Abstand zur Arbeitswelt zu bekommen und dann mit voller Energie zurückzukommen um etwas Neues in Angriff zu nehmen. Mein Tipp bei allen Überlegungen: Mut haben und Eure Wünsche artikulieren! Ich hatte selbst mit mir sehr lange gehadert, bis ich es wirklich umgesetzt hatte. Gott-sei-dank war mein Freund die beste Stütze, da er mich ermutigt hatte meinem großen Wunsch nachzugehen. Es war die beste Entscheidung, die ich seit langem getroffen hatte und ich habe es absolut nicht bereut!!!
Warum Sabbatical und keine „Bildungskarenz“?
Bei einer Bildungskarenz in Österreich, muss man Weiterbildung nachweisen. Der Vorteil ist, dass man vom Staat Geld bekommt. Jedoch kann ich mir schwer vorstellen, dass eine längere Reise mit einer Bildungskarenz kombinierbar ist. Wer kürzere Reisen plant und vorhat eine weitere Ausbildung zu absolvieren, könnte diese Variante überdenken.
Wie ist es mit unbezahltem Urlaub?
Bei unbezahltem Urlaub von länger als einem Monat, wird man in Österreich vom Arbeitgeber von der Pflichtversicherung abgemeldet! Es gibt jedoch die Möglichkeit einer Selbstversicherung. Bevor man diese Variante in Angriff nimmt, informieren! Mehr Informationen gibt es hier. Angaben ohne Gewähr.
Fenstertage & Gleittage
Dieses „Geheimnis“ hat sich bestimmt in der Arbeitswelt herumgesprochen. Falls nicht, hier der „ultimative“ Tipp für mehr Reisezeit: mit gut eingeteilten Fenster- und Gleittagen können öfters Kurztrips geplant werden. Wie viele Gleittage im Jahr konsumiert werden können, hängt vom jeweiligen Arbeitsvertrag ab. Beim nächsten Gespräch mit dem Vorgesetzten könnte dies ein Thema sein, wenn z.B.: der Vertrag nur eine maximale Zahl an Gleittagen pro Jahr erlaubt. Meist hängt die Beschränkung mit Überstundenpauschalen zusammen.
Statt Gehalterhöhung mehr Urlaubstage
Ein (zumindest in Österreich) eher neueres Modell, ist die Möglichkeit Gehaltserhöhungen in Urlaubstagen zu konsumieren. Auch hier am besten in eurem Unternehmen erkundigen, welche Möglichkeiten es gibt.
Mut haben und Wünsche artikulieren!
Im Allgemeinen kann ich die Erfahrung weitergeben, dass man seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse (natürlich überlegt und gezielt) jedoch offen im Unternehmen ansprechen sollte! Die eigene Angst in einem schlechten Licht dazustehen, wenn man zum Beispiel mehr Urlaubstage möchte, kann Einen lähmen.
Wir haben jedoch nur dieses eine Leben und, Überraschung, wir leben nicht ewig. Wie auch in dem bekannten Buch von Bronnie Ware (das ich übrigens noch immer nicht gelesen habe, sondern nur die Zusammenfassung), hatte die ehemalige Krankenpflegerin geschrieben, was Sterbende am meisten in ihrem Leben bereuen. Die meisten bereuten, dass sie zu wenig ihren Leidenschaften nachgegangen waren und zu oft das getan hatten, was sich andere Menschen von ihnen erwartet haben. Und sie hatten bereut in ihrem Leben zu viel Fokus auf den Job gelegt zu haben! Das hat mir irgendwie ein Stückweit die Augen geöffnet.
Was ist Euer Traumziel, wo ihr unbedingt „einmal“ hin müsst? Hinterlasst mir eine Nachricht oder einen Kommentar. Wenn Euch dieser Beitrag gefallen hat, abboniert mich doch auf Facebook oder Instagram.
 
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