In der Stille liegt die Kraft

Ich sitze im Wohnzimmer mit dem Laptop auf dem Schoss, es schimmern die Teelichter in den Laternen, im Hintergrund läuft leise der Fernseher. Es ist still geworden auf dem Blog und in meinem Leben, generell scheint alles etwas langsamer und entschleunigter. Anstatt massenhaft Beiträge zu schreiben oder zum Sport zu gehen, bin ich abends und feiertags ins Lesen vertieft, ins Fernsehen und ins süsse Nichtstun „la dolce far niente“.

Mein liebstes Buch aktuell, neben den anderen die ich zwischendurch immer wieder lese, ist jenes von Bronnie Ware. „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ klingt nach einem deprimierenden Titel, doch das ist es ganz und gar nicht! Nach den gelesenen knapp hundert Seiten kann ich jetzt schon sagen, dass es mein absolutes Lieblingsbuch ist. Abgesehen von den Inhalten, die ich sehr inspirierend finde, habe ich mich noch nie so sehr mit der Autorin identifizieren können, wie ich es mit Bronnie tue. Ich verschlinge nun Seite für Seite und kann gar nicht genug kriegen von diesem großartigen Buch.

Irgendwie plagt mich ab und an das schlechte Gewissen, so unproduktiv und lasch zu sein, doch dann sag ich mir leise, dass genau das momentan gut für mich ist. Es ist gut nicht immer Etwas tun zu müssen und permanent für alle sichtbar zu sein und zu zeigen, was man nicht alles geleistet hat. Manchmal liegt die Kraft in der Stille, wenn man ganz bei sich ist und die eigenen Gedanken sortieren kann.

Yoga und Meditation, das habe ich mir vorgenommen, will ich viel mehr in meinen Alltag einbauen. Yoga mache ich eigentlich schon seit einiger Zeit, wenn auch sehr unregelmäßig und auch nicht sehr intensiv. Doch die Übungen tun mir gut, ganz im Privaten – in meinem Wohnzimmer. Die überfüllten Yogastudios konnte ich nicht leiden, auch wenn die Anleitung der Lehrenden hilfreich war. „Die Praxis ist der Lehrer“. Somit praktiziere ich mit mir alleine und einfach für mich, so gut es eben geht und mit dem was ich in den bisherigen Stunden gelernt habe.

Wenn es draußen kalt ist und man die Wärme der eigenen vier Wände sucht, beginnt bei mir eine Phase der Zurückgezogenheit. Sonderlich viel Lust verspüre ich in den kalten Monaten nicht, hinauszugehen oder abends etwas zu unternehmen. Da ist es zu Hause viel gemütlicher und schöner. Und es ist definitiv wärmer. Ich bin im Herzen doch ein Mädchen des Frühlings und des Sommers, es entspricht einfach mehr meinem Naturell.

An meinen freien Tagen nehme ich mir immer wieder Zeit für ein schönes, heißes Schaumbad, oder um Etwas aufwendigeres zu kochen. Ich nehme mir einfach Zeit für mich, wie auch immer das an jenem Tag aussehen mag. In der Stille liegt die Kraft. Da bin ich sicher. Die Stille bringt den Raum sich zu erden, den Draht zu sich zu finden und Kraft zu tanken. Es ist die Zeit um Gedanken neu zu ordnen, geistig neue Pläne zu schmieden und Wünsche zu formulieren, was man in naher Zukunft alles tun und erleben möchte. Es ist jedoch auch die Zeit um den Augenblick zu genießen, dankbar dafür zu sein was man hat und zu begreifen wie reich das eigene Leben bereits in jenem Moment ist.

Was macht ihr gerne in der kalten Jahreszeit? Genießt ihr auch die Stille, so wie ich, oder seid ihr lieber auf Achse? Jedenfalls wünsche ich Euch ein schönes und erholsames Wochenende!
Eure, Margarita

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